Kairouan ist eine Stadt mit großer geschichtlicher Vergangenheit und Traditionen. Ihre Medina (UNESCO-Weltkulturerbe) und die religiösen Monumente sind gut erhalten und vermitteln ein authentisch mediterranes Flair. Als erste Hauptstadt des islamischen Maghreb galt Kairouan als eine der größten Städte des Mittelmeerraums, bevor es zu einer heiligen Stadt wurde. Kleine weiße Kuppeln blitzen immer wieder zwischen den Terrassen auf, die offenkundigen Anzeichen für Zaouias, also Bauwerke, die Heiligen und islamischen Geistlichen gewidmet wurden. Die Zaouia von Sidi Saheb ist eine der wichtigsten und eine der anmutendsten Monumente des Landes und wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Kairouan ist allerdings die Große Moschee, die Sidi Oqba-Moschee, eine der ältesten der Welt, die aufgrund ihrer besonderen Architektur mit dem beinahe wie ein antiker Leuchtturm wirkenden Minarett und ihrem majestätischen Hof, der von Arkaden umgeben ist. Dieses Bauwerk erinnert an die Pracht der aghlabidischen Emire, den großen Herrschern des 9. Jahrhunderts.
Bekannt ist Kairouan auch für seine Teppichkunst. Hier wird geknüpft, geknotet und gewebt und das in allen Farben und Materialien – von den typischen Kairouan-Motiven zu den bunten Berberkelims. Eine große Vielfalt an Teppichen kann man im ONAT (Office National de l’Artisanat Tunisien / Staatliches Büro für Kunsthandwerk) in der Medina von Kairouan bewundern.




