Dort, wo einst das antike Karthago – eine der mächtigsten Städte seiner Zeit – lag, zeigt sich heute eine der charmantesten Gegenden von Tunis. Das Meer hier schimmert in verschiedenen Türkistönen. Manchmal erscheinen die Küsten wie exotische Lagunen. Hier liegen die entzückenden kleinen Städtchen La Marsa, Sidi Bou Said, Carthage. Elegante Vororte der Hauptstadt Tunis, die Freizeit, Kultur und Moderne mit der gewissen Kunst des “savoir vivre” verbinden. Ein ideales Fleckchen Erde für all diejenigen, die gerne Badespass mit Kultur und glamourösen Lifestyle verbinden möchten.
Karthago wurde 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründet. Es war ursprünglich orientalisch-afrikanischen Charakters. Rom verlieh Karthago das Adjektiv ‚punisch’. Zahlreiche phönizische Handelsniederlassungen entlang der Mittelmeerküste waren zu einem riesigen und reichen Reichsbund zusammengeschlossen. So wurde Karthago zu einem der mächtigsten Imperien des antiken Mittelmeerraums. Karthago glänzte mehr als 1000 Jahre lang, bevor Rom diesem Ruhm ein Ende setzte. Viele Überreste gibt es nicht mehr, aber diejenigen, die übrig sind, strahlen solch eine Kraft aus, dass sie diese Zivilisation in der Vorstellung aufleben lassen: beinahe moderne und architektonisch interessante Häuser, Weihstelen mit Eingravierungen rätselhafter Muster, kleine Statuen und Sarkophage, die orientalische Riten zuzuschreiben sind, Masken, Schmuck und mit Symbolen verzierte Amulette.
Tunesien war einst eine der schillerndsten Provinzen des römischen Reiches. Heute kann man noch viele unzählige und oft äußerst spektakuläre Ruinen besichtigen. Im ‚römischen’ Karthago und in zahlreichen anderen Stätten im Landesinneren haben Thermen, Tempel und Villen eine bemerkenswerte Kostprobe der römischen Kunst hinterlassen: Die Kellerräume der Antoninius Pius Therme in Karthago, das große Amphitheater und die römischen Villen stechen aufgrund ihrer Schönheit, ihres gut erhaltenen Zustands, ihrer Besonderheit oder ihrer außergewöhnlichen Dimensionen besonders hervor.
Blau-weiß leuchtet das Künstlerstädtchen Sidi Bou Said über den Höhen des Golfs von Tunis. Die beiden Maler August Macke und Paul Klee haben sich durch den Charme des von den Mauren gegründeten Städtchens mehr als inspirieren lassen. Durch die so berühmt gewordenen Farben und Formen, die weißen Häuser, die Ecken und Gassen, die mit Nägeln verzierten blauen Tore und der Zauber der fuchsiafarbenen Bougainvillablüte.
Die Römer nannten diesen Küstenort mit seinen Gärten Megara. Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert ließ hier in aller Pracht seine legendäre Romanheldin “Salammbo” aufleben. Heute ist La Marsa immer noch ein eleganter Ort der Schönen und Reichen mit Riviera-Ambiente. Ein Spaziergang auf der von Palmen umsäumten Corniche, ein Minztee im Café Saf-Saf, ein Blick auf die originelle Gartendekoration des Hotels La Plaza und ein Gaumenschmaus in einem der leckeren Fischrestaurants bieten für jeden Geschmack das Passende.




